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Ernährung für Welpen leicht gemacht

Wenn Du einen oder mehrere Welpen im Haus hat, musst Du Dich definitiv mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen. Was Welpen überhaupt fressen dürfen und mehr Informationen erfährst Du im folgenden Artikel.

So sieht die richtige Ernährung für Welpen aus

Generell lässt sich sagen, dass Dein Hund bis etwa zur Mitte seines ersten Lebensjahres Welpennahrung zu sich nimmt. Je nach Rasse befinden sich die Kleinen zu dieser Zeit noch im Wachstum und sind daher auf spezielle Inhaltsstoffe angewiesen. Futter für erwachsene Hunde ist nämlich ganz anders zusammengesetzt und daher nicht geeignet für Welpen oder Junghunde.

Du brauchst Dir erst ab der dritten Woche überhaupt Gedanken über die weitere Ernährung Deiner Welpen zu machen. Davor ernähren sich die Kleinen nämlich ausschließlich von der wertvollen Muttermilch – und diese beinhaltet alles, was die Welpen zum Heranwachsen brauchen. Ab der dritten Woche kannst Du dann zufüttern. Hierfür eignen sich nur Welpenbrei oder auch kleinere Mengen Welpenfutter. Da die Kleinen sich immer mehr bewegen, brauchen sie ordentlich viel Energie und mehr Nährstoffe.

Erst ab etwa der sechsten Woche sollte die Muttermilch dann wegfallen und die Welpen nur mit Festnahrung gefüttert werden. Das kann für die Kleinen anfangs noch ziemlich ungewohnt sein und das Fressen kann ihnen durchaus schwerfallen. Du kannst daher etwas Wasser zu dem Nassfutter geben und dann nach und nach immer wieder reduzieren, sodass Du das Wasser irgendwann komplett weglässt. Du solltest unbedingt nur hochwertiges Welpenfutter füttern! Bis etwa zum sechsten Monat bekommt Dein Welpe drei bis vier Mal täglich kleinere Portionen an Futter.

Das gilt es bei der Ernährung von Welpen zu beachten

Generell kannst Du bei der Ernährung Deines Welpen essenzielle Dinge falsch machen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du Dich vorab ausreichend über die Ernährung informierst.

Niemals zu viel Futter

Auch wenn Welpen im Wachstum einiges an Energie benötigen, heißt das nicht, dass zu viel Energie in Form von Futter ihnen nicht schadet. Es ist sogar eher das Gegenteil der Fall, denn eine Überfütterung kann langfristige Folgen für Deinen Kleinen haben. Gibst Du Deinem Hund zu viel Futter, wird die Energie quasi in das Wachstum gesteckt und dadurch beschleunigt. Das bereitet in erster Linie Welpen, die zu größeren Rassen gehören, Probleme.

Sehr große Hunderassen nehmen in jedem Monat ihres Wachstums zwischen fünf und zehn Kilogramm zu. Sehr kleine Hunderassen hingegen nehmen nur wenige Gramm pro Lebensmonat zu. Du kannst Dir nun vorstellen, warum eine Überfütterung vor allem für sehr große bis große Hunderassen fatale Folgen haben kann. Nehmen die Welpen zu viel an Gewicht zu, kommt es zu schwerwiegenden Gelenkbelastungen, mit denen sie lebenslang zu kämpfen haben. Deswegen ist es wichtig, dass Du Dich vorher genauestens über das Wachstum der Rasse Deines Welpen informierst!

Die richtigen Inhaltsstoffe machen es

Das richtige Futter ist für die Welpen mehr als nur wichtig. Sie müssen ausreichend in ihrem Wachstum unterstützt werden. Deswegen solltest Du nur Futter kaufen, was speziell für Welpen oder Hunde im Wachstum geeignet ist. Das erkennst Du daran, dass es immer auf der Verpackung steht und so von anderen Futtersorten unterschieden werden kann.

Für einen Welpen ist in erster Linie Calcium wichtig fürs Wachstum. Das brauchen die Knochen Deines Vierbeiners. Die Kleinen haben im Wachstum einen viel höheren Bedarf als im ausgewachsenen Zustand. Wie viel das genau ist, kannst Du für die einzelnen Rassen leicht herausfinden, da das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt. Du solltest aber auch hier eine Überversorgung vermeiden, denn das Wachstum kann gestört werden.

Darüber hinaus darfst Du auf keinen Fall auf Vitamin D verzichten, da Vitamin D und Calcium „zusammenarbeiten“. Die Aufnahme von Vitamin D wirkt sich positiv auf die Calciumaufnahme aus. Hier gilt es auch wieder, eine Überversorgung zu vermeiden!

Auch Jod und Eisen sind essenziell. Wie viel von beidem Dein Hund benötigt, kannst Du ganz einfach mit zwei Formeln ausrechnen.

  • Eisen: 6,1 mg/kg x Körpermasse (in kg)^0,75
  • Jod: 61 µg/kg x Körpermasse (in kg)^0,75

Weiterhin ist ein gutes Maß an Eiweiß wichtig. Gerade, wenn die wertvolle Muttermilch für Deinen Welpen wegfällt, braucht er ganz viel Eiweiß. Wie viel Eiweiß Dein Welpe benötigt, nimmt aber stetig ab und bereits etwa mit sechs Monaten entspricht der Bedarf dem eines ausgewachsenen Hundes. Eiweiß ist unentbehrlich für die Muskeln der Kleinen und sorgt für die nötige Gewichtszunahme. Am besten achtest Du darauf, dass das Eiweiß tierisch ist.

Die Ernährung von Welpen ist eigentlich recht simpel

Auch wenn Dich das Thema Ernährung vielleicht anfangs erst einmal erschlägt, ist es eigentlich gar nicht so schwer. Dein Welpe wird ab seiner sechsten Lebenswoche auf Welpenfutter umgestellt und bekommt über den Tag verteilt kleinere Portionen. Du solltest auf jeden Fall eine Überfütterung vermeiden, denn das regt das Wachstum an, was vor allem bei größeren Hunderassen gravierende Folgen haben kann. Auch die Inhaltsstoffe sind entscheidend. Du musst auf einen guten Calcium- und Eiweißgehalt sowie Vitamin D, Jod und Eisen achten.

Häufig gestellte Fragen zu Ernährung für Welpen

Ernährung für Welpen – wann kriegen die Kleinen Festnahrung?

Die Welpen können ab der dritten Woche mit etwas Welpenbrei oder kleinen Mengen an Welpenfutter zugefüttert werden. Ab der sechsten Woche etwa wird eine Umstellung weg von der Muttermilch vollzogen und nur noch feste Nahrung gefüttert.

Ernährung für Welpen – was sollte das Welpenfutter beinhalten?

Das Welpenfutter sollte in erster Linie eine gute Menge an Calcium enthalten. Weiterhin ist Vitamin D wichtig. Auch Jod und Eisen helfen dem Welpen im Wachstum. Nicht fehlen darf auch Eiweiß.

Was gibt es bei der Ernährung für Welpen sonst noch zu beachten?

Überfüttere Deinen Welpen niemals. Natürlich solltest Du Deine Welpen auf keinen Fall hungern lassen, aber zu viel Futter sorgt für mehr Energie, die das Wachstum beschleunigt. Die Gelenke könnten je nach Rasse stark belastet werden. Auch muss das Futter speziell für Welpen geeignet sein.

Quellen

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